Am 15. August des Jahres 1978 erblickte ich zusammen mit meiner Zwillingsschwester Kati in Querfurt das Licht der Welt. Allerdings hat bis kurz vor unserer Geburt niemand geahnt, dass wir im Doppelpack sind, weder die behandelnden Ärzte unserer Mutter noch unsere Eltern. Man kann sich also vorstellen, was das für eine Überraschung für alle, vor allem unsere Eltern, gewesen sein muss. (Mehr zu diesem Teil meiner Geschichte gibt es unter "Pictures -Kinderpics" nachzulesen.)

So wuchs ich also als drittes von vier Kindern meiner Eltern in dem kleinen sachsen-anhaltinischen Örtchen namens Memleben auf. 

In der Klosterschule Roßleben, nur etwa 4 km von Memleben entfernt, habe ich mein Abitur gemacht und im Oktober 1997 begann ich in Leipzig mein Studium. Bis dahin (durfte oder musste...) ich mit meiner Schwester ein Zimmer teilen. Wir waren in der selben Klasse und freuten uns eigentlich darauf, mal getrennt und völlig unabhängig voneinander etwas zu machen.                     

Sie hat sich recht schnell für den Studiengang Erwachsenenpädagogik und Soziologie entschieden. Ich dagegen wusste bis dahin nicht wirklich genau in welche Richtung ich gehen möchte. Da ich mich aber schon immer ein wenig für Kriminologie interessiert habe, wollte ich eigentlich auch in diese Richtung gehen, nur leider hab ich Angst vor bzw. in größeren Gewässern. Und da damals noch Rettungsschwimmen dafür nötig war, konnte ich Kriminologie leider vergessen. Also ich kann zwar schwimmen aber wenn mir irgendjemand im Wasser oder am Beckenrand im Schwimmbad zu nah kommt, bekomme ich Panik. Irgendeine Macke hat halt jeder und das ist  meine ...

Ich entschied mich dann auch dazu, Erwachsenenpädagogik zu studieren und schon teilten  wir uns wieder ein Zimmerchen. Wir haben uns zwar oft gestritten, was auch ganz normal unter Geschwistern ist, aber trotzdem hatten wir viel Spaß zusammen. Zuerst wohnten wir im Leipziger Stadtteil Grünau. Von dort wollten wir so schnell wie nur möglich weg. Weder das Wohnheim noch die Gegend hat uns gefallen. Außerdem waren wir immer ewig mit der Straßenbahn unterwegs, um zur Uni oder mal in die City zu kommen.

Kati und ich haben dann nach etwa 2-3 Semestern ein Zimmerchen im Stadtteil Lößnig gefunden. Auch dieses haben wir uns anfangs geteilt, doch dann wollten wir endgültig unser eigenes kleines Reich und als unsere Zimmernachbarin auszog, war es dann auch endlich soweit - wir teilten uns nur noch Küche und Bad miteinander. Endlich konnte jeder machen was er wollte, ohne dass der andere Stress machte.  :)

Inzwischen ist meine Schwester schon fertig mit ihrem Studium. Ich dagegen hatte und habe einige Nebenjobs, durch die ich mir etwas dazu verdiene aber die auch meinen Abschluss ein wenig verzögert haben. Bevor ich mit Promotion angefangen habe, war ich ein paar Monate Telefonistin. Da ich aber sehr gern mir (un-)bekannte Gegenden erkunde, habe ich mich dann nur noch auf Promotion konzentriert. Man trifft dadurch wirklich die unterschiedlichsten Leute und lernt Städte kennen, in denen man sich später vielleicht mal niederlassen könnte oder auch nicht. Allerdings habe ich noch keine Stadt kennengelernt, in der ich mich so wohl fühle, wie in Leipzig.

Aber auch das hat sich inzwischen etwas geändert. Inzwischen studiere ich Deutsch als Fremdsprache mit Russisch im Nebenfach (Soziologie ist bereits beendet..) Wirklich glücklich bin ich damit aber nicht....mal schauen wie es sich weiterentwickelt...